Teliad will verleiht dem Begriff “Textlink-Marktplatz” noch mehr Bedeutung und führt neue Produkte ein, die von Werbenden gebucht werden können.

Bisher konnte man auf Teliad nur normale Textlinks buchen, die in einem Bereich der Webseite eingebunden worden. Jeder der im SEO-Bereich unterwegs ist weiß allerdings, dass es sinnvoller ist, Links direkt aus dem Content heraus zu bekommen. Dies wurde jetzt bei Teliad umgesetzt und so gibt es mit den Content-Links und den Inlinks zwei neue Formen von Textlinks, die gebucht bzw. angeboten werden können.

Content Links:

Bei Content-Links bucht der Werbende nicht nur einen Link sondern einen ganzen Textbereich den er mit eigenen Content füllen kann. So ist gewährleistet, dass der Link in einem thematisch passenden Umfeld steht.

Inlinks:

Bei den Inlinks sucht sich der Werbende ein Keywort in einem bereits vorhandenen Text auf der gebuchten Webseite aus und hinterlegt dieses Keywort mit einem Link. Hier wird kein eigener Content durch den Werbetreibenden benötigt sondern es wird der Content der gebuchten Webseite genutzt.

Für SEO-Maßnahmen sind die neuen Links sicher ein Vorteil, allerdings habe ich hier einige Bedenken, was die Trennung von Werbung und Content betrifft. Wenn ein Werbetreibender eigenen Werbecontent auf eine Seite einfügt müßte dies entsprechend als Werbung gekennzeichnet werden. Bei den Werbeformen von Adbutler und Blogpay wird dies entsprechend gemacht, bei Teliad gibt es bisher noch keine Information ob eine Kennzeichnung automatisch erfolgt. Webmaster sollten daher sicherheitshalber den Bereich selbst kennzeichnen.

Bei den Inlinks bin ich mir unsicher wie diese zu behandeln sind. Betrachtet man eien Link als Empfehlung wäre es sicher Werbung und damit zu kennzeichnen, allerdings steht der Link ja in einem mehr oder weniger neutralen (möglicherweise sogar kritischen) Umfeld. Ob man das dann als Werbung bezeichnen kann ist eher fraglich. Auf jeden Fall wird auch hier die Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung aufgeweicht und auf der sicheren Seite ist man, wenn man die Links entsprechend kennzeichnet. Allerdings hat man dann das Problem, dass auch Google gekaufte (bzw. verkaufte) Links recht leicht findet.

Neben diesen Neuerungen in den Angeboten gibt es bei Teliad nun auch einen neue Gebührenstruktur: Statt pauschal 20 Prozent für den Betreiber Teliad staffelt sich nun der Betrag nach der Höhe der monatlichen Linkmiete:

4-6 Euro: 50%
6-20 Euro: 30%
20-50 Euro: 20%
ab 50 Euro: 10%

Damit werden Buchungen für kleinere Links teurer, die bei teuren Links dagegen billiger. Teliad reagiert damit wohl auf die Verteilung der Links, immerhin gibt es im Netzwerk nur etwa 900 Links über 35 Euro (von denen ein Teil billiger wird), dafür aber schätzungsweise um die 4.500 Links unter 20 Euro die mit dem neuen Modell teurer werden.

Ein paar Rechenbeispiele zur neuen Gebührenstruktur gibt es bei Inetstyle und tiracon.

Die Preissteigerungen betreffen aber in erster Linie die Linkkäufer. Diese zahlen mehr, die Ausschüttung (zumindest für bestehende Buchungen) für die Linkverkäufer bleibt gleich.


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