Blogs vor Spam schützen


Blogs sind dank der Möglichkeit, usergenerierte Inhalte schnell hinzuzufügen und auch aufgrund der automatischen Linkerkennung und -verarbeitung ein gutes Ziel für Spammer. Dazu gibt es eine Vielzahl von Suchmaschinen und Portalen über die man Blogs schnell identifizieren kann, es ist damit sehr einfach maschinell Listen mit potentiellen Spamopfern zu erstellen.

Ein Hauptangriffspunkt für Spammer ist natürlich die Kommentarfunktion. Auch wenn vielfach nicht die Möglichkeit besteht, html-Links im Kommentarbereich zu veröffentlichen, nutzen viele Spambots die Formulare um automatisch für Sex, Drogen oder Glücksspiel zu werben. Neben dieser Schwachstelle gibt es noch sogenannten Trackback-Spam, der die Pingback- oder Trackback-Funktion des Blogs nutzt, um Spam in einem beliebigen Artikel zu platzieren.

WordPress bietet die Möglichkeit, den Kommentarbereich zu moderieren oder ganz abzuschalten, jedoch ist ersteres mit sehr viel Arbeit, letzteres mit dem Verlust von Feedback verbunden. Auch die Pingbacks und Trackbacks kann man deaktivieren, damit verbunden ist natürlich auch der Verlust der Möglichkeit auf andere Artikel bzw. Zitate zu reagieren. Daher empfiehlt sich keine dieser Möglichkeiten.

Die derzeit beste Lösung für dieses Problem ist ein Plugin, dass Spamseiten und Spamkommentare filtert. In WordPress ist mit Akismet ein solches Plugin bereits standardmäßig mitgeliefert. Das Plugin prüft Einträge anhand einer zentralen Datenbank und verschiebt sie bei Übereinstimmung direkt in den Spamordner. Ein manuelles Eingreifen ist nicht erforderlich.

Das Plugin ist zwar vorinstalliert, muss aber erst aktiviert werden, bevor der Spamschutz greift. Zum Betrieb von Akismet ist es erforderlich, sich bei WordPress.com zu registrieren um einen API-Schlüssel zu bekommen. Dieser wird im eigenen Blog hinterlegt und damit ist das Tool betriebsbereit. Die Nutzung selbst ist für den privaten Gebrauch kostenlos, nur bei kommerzieller Nutzung (mehr als 500 Dollar Umsatz pro Monat) wird eine Gebühr verlangt.

Daneben gibt es mit Spamkarma und bad behavior einige andere Plugins die ebenfalls als Schutz vor Spam fungieren, die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es reicht, Akismet als Plugin zu nutzen um Spam zu 99 Prozent zu unterdrücken.

Webseiten/Plugins:

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem neuen Buch „Erfolgreicher Bloggen“ und wird hier kostenlos zur Verfügung gestellt.

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1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Blogs-Optimieren als Buch

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