WordPress schneller machen (3) – Leverage Browser Caching


Hinweis zum Start: Die meisten der hier gezeigten Einstellungen und Änderungen bergen kaum ein Risiko eines Datenverlusts, allerdings ist es in jedem Fall sinnvoll, vor Änderungen am Server ein Backup zu ziehen und dieses auch lokal abzuspeichern um im Falle eines Falles immer auf den neusten Stand der Daten zurück greifen zu können.

Die Speed-Artikel rund um WordPress:


WordPress schneller machen – Leverage Browser Caching – Das Browser-Caching ist für den Speed einer Webseite hilfreich, weil damit geregelt wird, welche Ressourcen neu geladen werden müssen und welche im Zwischenspeicher gehalten werden können. Viele Javascripte und CSS-Dateien sind bei allen Unterseiten einer Webseite gleich und daher reicht es, diese zwischenzuspeichern und lokal zu laden und nicht bei jedem Seitenaufruf diese neu zu übertragen. Auf diese Weise spart man Traffic und der Seitenaufbau geht schneller, da weniger Daten über das Web geladen werden müssen. Die Webseite teilt dem Browser dabei über verschiedene Header Typen mit, welche Dateien zwischengespeichert werden können und wie lange diese Speicherung dauern soll. Wer sich noch genauer einlesen will, findet im Web mittlerweile viele Artikel dazu. Ich spare mir an der Stelle weitere Details.

Browser Cache wird in vielen Speedtest immer wieder angesprochen und diese Technik kann bei den meisten Servern nur umgesetzt werden, wenn das entsprechende Apache-Modul aktiviert ist. Das ist meistens bereits standardmäßig der Fall, es kann aber helfen, zu prüfen, was wirklich im Server aktiviert ist und dies anzuschalten, falls es nicht arbeiten sollte.

Viele Cache Plugins bieten ebenfalls die Möglichkeit, hier Einstellungen vorzunehmen, aber auch diese Plugins sind darauf angewiesen, dass der Server diese Form des Caching unterstützt. Ist dies nicht der Fall kann das Cache Plugin zwar die richtigen Einstellungen für die Webseite setzen, der Server kann dann damit aber nichts anfangen. Man sollte also auf jeden Fall sicher stellen, das der Server für das Browser Caching korrekt konfiguriert ist, denn andernfalls gibt es in jedem Speedtest für die Webseite Minus-Punkte.

Prinzipiell gilt auch hier: Browser Caching ist nicht nur für WordPress interessant, sondern diese Anweisungen können alle Webseiten schneller machen und sind daher universell einsetzbar (auch für andere Content Managment Systeme).

Browser Caching am Server aktivieren

Um sicher zu stellen, dass Mod_expires auf dem eigenen Server läuft, kann man hier prüfen, ob die Inhalte gecachte ausgeliefert werden:

Wird kein Caching angezeigt, die Einstellungen in der .htaccess aber gesetzt sind, sollte man auf Server-Ebene prüfen, ob alles korrekt eingerichtet ist. Die entsprechenden Einstellungen bestehen aus nur ein Haken und diesen findet man hier:

  • Plesk > Tools & Settings > Apache Web Server, dort sollte das Module expires aktiviert sein Daneben sollte also der Haken gesetzt sein.

Ist der Haken bei dieser Einstellung gesetzt, ist alles okay. Wenn nicht, sollte man ihn aktivieren und danach den Server nochmal neu starten, damit diese Einstellung korrekt übernommen wird.

 

In der Regel ist das Modul danach auch direkt aktiviert. Wer sich nicht sicher ist kann danach aber den Apache Server nochmal neu starten, danach wird das Modul auf jeden Fall mit geladen und ist aktiv. Im oben genannten test sollte dann das Caching angezeigt werden und die Speedtest sollten das auch honorieren.

Leverage Browser Caching aktivieren

Zum Einsatz dieses Systems gibt es mittlerweile im Internet genügend Anleitungen und Hilfestellungen, daher spare ich es mir an der Stelle, die auch nochmal zu beschreiben, sondern verlinke lediglich auf passende deutschsprachige Tutorials:

In der Regel kann man diese Optimierung auch über die meisten gängigen Cache-Plugins aktivieren. Die Plugins setzen dann einfach die korrekten Einstellungen in die .htaccess und damit kann man das Browser-Chaching nutzen ohne selbst aktiv Anweisungen hinterlegen zu müssen.

Auch danach gibt es im Speedtest noch Fehlermeldungen

In den Speedtests werden in der Regel nicht nur die eigenen Dateien erfasst, sondern auch die Datein, die von fremden Server nachgeladen werden. Das könnten beispielsweise Javascripte oder auch Werbebanner sein, die über Dritt-Server ausgeliefert werden. Für diese externen Datein gelten die Regel des jeweiligen Server. Man kann also an  dieser Stelle nur sehr wenig ändern – die einzige Möglichkeit wäre, diese Datein lokal zu hosten.

Beim Speedtest werden solche externe Dateien zwar mit angezeigt, aber für die Optimierung nicht mir berechnet. Man kann also auch hohe Speed-Punktezahlen erreichen, wenn die externen Dateien nicht optimiert sind, daher kann man diese Meldungen getrost ignorieren (oder zum Anlasss nehmen zu prüfen, ob es diese Einbindung wirklich braucht).

Zur Sicherheit sollte man aber prüfen, ob wirklich alle Dateien auf dem eigenen Server korrekt erfasst werden und nicht in der Meldung auftauchen. Falls doch sollte man an der Stelle nacharbeiten.

Video: Mehr Details zum Browser Cache

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