Keywort-Dichte


Keywort-Dichte (oder Keyword-Density) – die Keywort-Dichte eines Dokumentes wird häufig genannt im Zusammenhang mit Rankingfaktoren für die Google Suchergebnisse. Die Auswirkung und der Aufbau dieses Faktors ist aber eher umstritten.

Die Keywort-Dichte wird definiert als Verhältnis des Keywortes zur Anzahl der anderen Wörter einer Webseite und meist als Prozentzahl angegeben.

Formel Keywort-Dichte:

  • KD = Anzahle der Keywörter / Gesamtanzahl der Wörter *100

Kontrovers sind dabei die Angaben zur Gesamtzahl der Wörter. Einige Webseiten beziehen dabei nur den sichtbaren Body-Text mit ein, auf anderen Webseiten bezieht sich diese Zahl auf den gesamten Text einer Seite. In letzterem Fall würden zum Beispiel auch der Titel der Websiete, Metatags oder auch alt-Tags von Bildern mit in die Bewertung eingehen. Da Google in der Regel von Textbrowser-Ansichten ausgeht, dürfte es der tatsächlichen Formel am nächsten kommen, wenn man bei der Gesamtzahl der Wörter alle Wörter mit einbezieht, die auch in einem Textbrowser sichtbar wären.

Vielfach liest man im Zusammenhang mit der Keywort-Dichte von einer optimalen Keywort-Dichte. Dabei wird davon ausgegangen, dass es eine bestimmtes Verhältnis von Keywörtern/Text gibt, das bei Google optimal rankt. Je weiter man sich von dieser optimalen Keywort-Dichte entfernt, desto schlechter würde dieser Faktor im Ranking beurteilt. In der Regel wird die optimale Keywort-Dichte mit 6 bis 8 Prozent angegeben, allerdings ist fraglich ob dieses Konzept tatsächlich so zur Anwendung kommt. Bei der Aufstellung der Rankingfaktoren auf Seomoz ist von einer optimalen Keyword-Desity auf jeden Fall keine Rede.

Größere Übereinstimmung gibt es dagegen bei zwei Grundregeln für die Keywort-Dichte:

  • Das Keywort muss auf der Seite vorhanden sein (KD größer 0).

Zwar kann man auch Seiten ohne das Keywort für dieses optimieren, der Arbeitsaufwand erhöht sich jedoch deutlich. Mit dem Keywort auf einer Seite macht man sich die Arbeit leichter.

  • Eine zu hohe Keywort-Dichte kann zur Abwertung führen.

Keywortspam auf der Seite kann dazu führen, dass Google eine Seite abstraft und nicht mehr gut rankt. Ab wann ein solcher Spam gewertet wird ist jedoch unklar. In der Regel wird die Grenze bei etwa 10 Prozent angesetzt. Das würde heißten, das jedes zehnte Wort auf der Seite das Keywort ist, die Lesbarkeit der Texte dürfte für normale Besucher damit ohnehin nicht mehr gegeben sein.

Im Bereich der Long-Tail Optimierung spielt die Keywort-Dichte eine große Rolle. Je häufiger ein Keywort verwendet wird, desto höher ist die Chance, dass es mit verschiedenen anderen Wörtern in Kombination auftritt und so auch selteneren Suchphrasen bedient bzw. bei diesen gut rankt. Auf Seiten mit geringerer Dichte würde das Keywort dann möglicherweise nur allein auftauchen – und entsprechend bei speziellen Suchphrasen weiter hinten ranken.

Praxiseinsatz:

Für die Optimierung der Seiten sollte man sich nicht von der Keywort-Density leiten lassen. Solang ein Keywort im Text auftaucht reicht dies als Optimierung für die Suchmaschinen, wichtiger ist darauf zu achten, dass das Keywort im Titel und in verschiedenen Auszeichnungsformen (Bold/Kursiv) verwendet wird.

Quellen und Weiterführendes:

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