Ausgediggt: Google will doch nicht übernehmen


Das Gerücht war diese Woche in vielen Blogs (zum Beispiel hier, hier oder auch hier) zu finden: Google will angeblich 200 MIllionen US Dollar für Digg.com ausgeben.  Spekuliert wurde unter anderem, dass Google die Votingtechnologie von Digg für die Bewertung von Suchergebnissen nutzen will.

Laut Techcrunch ist der spektakuläre Deal nun wohl geplatzt, je nachdem welcher Quelle man eher glauben will waren es einerseite technische Gründe die gegen einen Kauf sprachen, andere Quellen gehen dagegen eher von personellen Gründen aus. Angeblich hätte Google Bedenken hinsichtlich der Eignung des Digg Teams gehabt.

Wie auch immer, es scheint so als würde Digg nach wie vor alleine dastehen. Mittlerweile muss man schon fast davon ausgehen, dass das Portal unverkaufbar ist, denn bereits im Vorfeld der Übernahmegerüchte um Google gab es Kaufofferten von Yahoo bzw. suchte Digg selbst Käufer die sich für die Plattform erwärmen könnten.

Vielleicht hat das hartnäckige Gerücht von der Unmonetarisierbarkeit von social plattforms doch ein Körnchen Wahrheit in sich, denn Google hat eigentlich nicht den Ruf sich ein gutes Investment wegschnappen zu lassen. Abgesehen von den oben schon angesprochenen Gerüchten halte ich es auch für durchaus möglich, dass ein Blick in die Geschäftsbücher Google hat Abstand nehmen lassen, wenn zwar die PIs immer weiter ansteigen, der Umsatz aber stagniert.

Derzeit dürfte die gescheiterte Übernahme aber wohl (noch) keine Auswirkungen haben. Digg ist nach wie vor der Platzhirsch im englischsprachigen social news Bereich und braucht keine Finanzspritzen um nach vorn zu kommen weil dieser Platz bereits erreicht ist. Größere technische Neuerungen dürfte es allerdings wohl auch nicht geben.

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