Links richtig kaufen und verkaufen


Ende Oktober 2007 ging es wie ein Erdbeben durch die Online-Szene: Google hatte Paidlink-Anbieter (nicht die Käufer) abgestraft und deren Pagerank dramatisch gesenkt. Betroffen waren neben großen Portalen wie Golem, Heise , Washington Post und einige mehr auch kleinere Blogs und Webseiten die bei Diensten wie Teliad und Trigami aktiv waren. Die Berichterstattung zu machlesen finden sich zum Beispiel hier, hier, hier aber auch hier.

Google wurden nach dieser Aktion massive Eingriffe in die Freiheiten der Seitenbetreiber vorgeworfen, dabei Google selbst steht dem Linkkauf durchaus positiv gegenüber:

Der Ankauf und Verkauf von Links ist ein regulärer Teil der Wirtschaft im Internet, wenn dies zu Werbezwecken und nicht mit der Absicht der Manipulation von Suchergebnissen geschieht.

(Quelle)

An sich ist es Google daher egal wenn jemand Links auf seiner Seite kauft oder auf anderen Seiten einkauft. Google will nur nicht, dass diese gekauften Links den Pagerank und das Ranking in den Serps beeinflussen. Gekaufte Links zum Zweck der Trafficgenerierung oder des Brandings sind also vollkommen legitim solange sie auf der verkaufenden Webseite ranking-neutral angebracht sind und keinen Pagerank vererben.

Der Grund für diese Unterscheidung ist einfach: Google befürchtet, dass gekaufte Links das Ranking verzerren könnten.

  • Ungenauigkeit: Verfälschte Popularität und Links, die nicht in erster Linie auf Verdienst, Relevanz oder Autorität basieren.
  • Unausgewogenheit: Unfairer Vorteil in unseren organischen Suchergebnissen für Websites mit dem größten Geldbeutel.

Aus diesem Grund gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie man gekaufte Links Links ranking-neutral auf der eigenen Webseite einbinden kann.

Die wohl häufigste Möglichkeit ist die Einbindung eines nofollow-Tags entweder direkt am Link oder global für die gesamte Seite. Ebenfalls möglich ist die Weiterleitung über einen Zwischenseite die nicht gecrawlt werden darf, alsoper robots.txt ausgeschlossen ist. Solche Weiterleitungen erfolgen häufig über ein redirect.php oder ähnliche Konstruktionen. Der Einsatz von Javascripten die Seiten aufrufen würde ebenfalls eine Pagerang-Vererbung verhindern, damit ließen sich auch rankingneutrale Links generieren. Gleiches gilt natürlich auch für Flash-Links.

Mit diesen Mechanismen ist ausgeschlossen, dass Pagerank vererbet wird, der Verkauf von Pagerank ist damit ebenfalls so gut wie unterbunden. Das ist unangenehmen für Linkportale wie Linklift oder Teliad bei denen Pagerank wahrscheinlich das höchste Handelsgut war, hat dagegen wenig Einfluss auf Werbekampagnen die auf andere Faktoren setzen wie zum Beispiel Kampagnen bei Trigami. Hier sollte es an sich keinen Unterschied machen ob die Links vererben oder nicht, die Werbung steht ja trotzdem im Blog. Einige Trigami Werbekunden hatten damit zwar Probleme aber in den FAQ ist eindeutig festgelegt, das nofollow Links okay sind.

Trigami Nutzer können ein Plugin installieren, das automatisch alle trigami Links auf nofollow setzt. Damit sind sie auf der sicheren Seite und ersparen sich viel Arbeit.

Falls eine Webseite wegen Paidlinks abgewertet wurde ist das übroigens nicht das Ende. Es reicht in dem Fall alle problematischen Links zu entfernen und einen Wiederaufnehmen-Antrag zu stellen. Dies geht am einfachsten per Webmastertool. Findet Google dann bei der Prüfung der Seite keine Probeme mehr wird der normale Status wieder hergestellt.

F: Was kann der Eigentümer einer Website tun, falls seine Site Links verkauft hat, die PageRank weitergeben, und der PageRank dieser Site in der Google Toolbar herabgesetzt wurde?
A: Der Eigentümer der Website kann die Verstöße gegen die Richtlinien für Webmaster beheben und einen Antrag auf die erneute Überprüfung seiner Website in Googles Webmaster-Tools stellen. Bevor ihr eine solche Anfrage stellt, vergewissert euch bitte, dass alle verkauften Links entweder keinen PageRank mehr vererben oder entfernt wurden

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