AdWords – Großes Reinemachen vor Weihnachten


Adwords Bans und Kicks – Adwords scheint in den USA derzeit gegen Kunden vorzugehen, deren Seiten mit den Richtlinien nicht in Einklang stehen. Dabei sind insbesondere Accounts mit Landingpages betroffen, die eine schlechte Qualität im Sinne der Google Richtlinien aufweisen.

Laut den betroffenen Publishern gab es erst einen Email (Final Warning) zu dem Thema, danach wurden die Accounts deaktiviert.

The email mentions that I have submitted several ads for landing pages that are considered to be of a poor quality and that the landingpage does not comply with the ‚landing page and site quality guidelines‘. I most remove the ads. Well, no problem.

The email also mentions that it is a final warning. It tells me if they find any ad in the future that is in violation with the site quality guidelines (the product itself is not the problem) they will immediately disqualify me from participating in the AdWords program.

Kicks und Bans gibt es im Adwords-Programm natürlich häufiger, aber in dieser Häufung scheint es neu zu sein.

Um was geht es?

Hintergrund dafür sind die sogenannten „Richtlinien zur Zielseite und zur Qualität von Websites“ (LINK). Diese definieren was in den Augen Googles eine gute Landingpage ausmacht und es gibt eine Reihe von Webseiten die per se als schlechte Landingpages eingeordnet wird:

* Websites zur Datenerfassung, auf denen kostenlose Artikel angeboten werden, um persönliche Informationen zu sammeln
* Arbitrage-Websites, die ausschließlich zur Schaltung von Anzeigen dienen
* Websites von Partnern mit dem primären Zweck, Traffic auf Websites einer anderen Domain zu leiten
* Websites, die schnelle Gewinne versprechen
* Malware-Websites, über die wissentlich oder unwissentlich Software auf dem Computer des jeweiligen Besuchers installiert wird
* Websites mit Angebotsvergleichen oder Reise-Websites von schlechter Qualität, deren primärer Zweck es ist, die Nutzer an andere Shopping-/Reise-Websites weiterzuleiten, anstatt nützlichen Content oder zusätzliche Suchfunktionen anzubieten

Insbesondere im Bereich der Affiliate-Seiten könnten hier auch einige deutsche Seiten betroffen sein, auch wenn es bisher nur englische User betroffen zu haben scheint.

Allerdings gelten die besagten Regeln nach denen in den USA gesperrt wurde natürlich auch in Deutschland. Dazu kommt, dass hier unabhängig von der Größe oder dem Umsatz des Accounts vorgegangen wurde – auch ein dicker Account mit persönlichem Ansprechpartner scheint also nicht zu schützen. Das ist insofern verwunderlich, da bislang ein niedriger Qualitätsfaktor bei den Landingpages für höhere Klickpreise gesorgt hat – Google kickt also die Accounts die an sich viel Geld bringen.

Was kann man tun?

Da hier in erster Linie die Qualität der Landingpages als Kickgrund genommen wurde sollte man hier natürlich zuerst prüfen ob der Qualitätsfaktor hoch ist. Dieser wird direkt im Account auf Keyword-Ebene unter Status angezeigt:

adwords_quality

Ein problematischer Faktor bei der Qualität der Zielseite sollte auf jeden Fall aufmerksam machen. Ein paar Tipps und Tricks wie man den Qualitätsfaktor hier erhöhen kann hatte ich bereits vor einiger Zeit hier zusammengefasst: Qualitätsfaktor Landingpage. Daneben sollte man die betroffenen Kamapagnen bzw. Anzeigegruppe sobald eine Mail von Google kommt schnellstens deaktivieren und die Landingpage umbauen (zum Beispiel mit Content anreichern).

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2 Kommentare zu "AdWords – Großes Reinemachen vor Weihnachten"

  1. Bei mir ist das auch immer ein so großes Chaos vor Weihnachten, aber dann belohne ich mich immer und das ist toll

  2. Adwords Konto gesperrt? | September 4, 2011 um 8:44 |

    Ein problematischer Faktor bei der Qualität der Webseite heißt erstmal garnichts. Man wird dein Adwords Konto nicht sperren, weil hier und da einige QS nicht besonders hoch sind. Dein QS wird z.B. auch dann sehr gering sein, wenn die Keywords die du nutzt wenig mit deiner Landing Page zu tun haben. Dafür wirst du aber nie aus dem Adwords Programm fliegen. Bei einem Adwords Rauswurf ist der QS am Vortag zudem meist noch sehr hoch und fällt dann erst sobald die Kündigung raus ist! Du musst für eine Sperrung auch gar nicht gegen die „offiziellen Adwords Richtlinien“ verstoßen. Worum es Adwords hauptsächlich geht, ist Seiten aus Adwords zu verdrängen, die versuchen hart zu verkaufen. Du sollst den Google Usern nichts verkaufen sondern eine gute User Experience bieten! Ein Angebot a la „Dies ist mein Produkt – Kauf es und wenn nicht dann auch gut“ wird Adwords laufen lassen sofern es nocht viele kostenlose Infos für den Kunden gibt. Eine optimierte Sales Page die rein auf den Verkauf abzielt wird Google dagegen gerne durch eine Sperrung des Adwords Konts abstrafen. Da gute 95% aller Adwords User eher Geld verbrennen als durch Werbungschaltungen mehr zu verdienen kann sich Adwords dieses Fragwürdige vorgehen erlauben. Das man erst gegen eine Regel verstoßen muss stimmt so auf jeden Fall nicht. Es dürfte schwer fallen überhaupt zu erfahren welche Regel das gewesen sein soll. Adwords macht seine eigenen Regeln intern und ändert diese auch ständig. Was du in den Werberichtlinien nachlesen kannst ist eher eine Art Kundenverarsche, bewußt schwammig gehalten um bei Rauswürfen mehr Spielraum zu haben (Falls man sich dazu genötigt fühlt auf die Anfragen zahlender Kunden überhaupt zu antworten)… Zum Thema Verwarnungen, Google versendet so gut wie nie Verwarnungen. Selbst über Adwords Kontosperrungen informiert zu werden ist eher unwahrscheinlich. Adwords schaltet in der Regel einfach ab und informiert nur auf Anfrage.

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