Geil ist Geil bei Saturn


Bei Saturn versucht man immer noch an die legendäre „Geiz ist geil“ Kampagne von vor einigen Jahren anzuschließen. Bill Kaulitz und Alice Cooper gelang das bisger nur mäßig.

Im neuen Spot wird der ursprüngliche Slogan in „Geil ist geil“ umgewandelt (was auch immer hier die Aussage sein soll). Um den Slogan noch besser in den köpfen des Publikums zu verankern wurde Michael Buffer („Lets get ready to rumble“) engagiert um den Slogan auch wirklich einprägsam vorzutragen. Dazu gibt es noch den Song „Life ist life“ von Opus der ebenfalls auf „Geil ist geil“ umgedichtet wurde.

Im Endergebniss kommt das das dabei heraus:

Saturn hat damit eigentlich alles getan um mit dem Slogan wieder einen neuen Hype zu produzieren. Allerdings sind solche Sachen selten vorhersagbar, es kann genausogut auch schiefgehen und kaum jemand schenkt der neuen Kampagne Beachtung. Wer auf Traffic aus ist kann aber sicherheitshalber schon mal ein paar Artikel und/oder Domains in die Richtung sichern – falls es doch zu einem neuen geflügelten Wort werden sollte.

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12 Kommentare zu "Geil ist Geil bei Saturn"

  1. pass mal auf..nacher war es wirklich nur ein versprecher am aufnahmeset und geiz ist geil war gemeint..

    ick find den neuen spot albern..aber der effekt ist erfüllt..man redet drüber

  2. Es wird auch echt immer schlimmer mit den Werbeclips im deutschen Fernsehen. Null Niveua und Intelligenz

  3. Kann Hansi nur zustimmen. Einfach grausam und peinlich, dieser Werbespot.
    Ein Grund mehr, Saturn zu meiden.

  4. Du meidest, 1000 andere gehen hin.
    Was zählt ist nicht Niveau, sondern knallhartes Marketing!
    Saturn wächst und wächst – ihre Vorgehensweise ist ökonomisch gesehen also vorbildlich. Was sollte man von einem Konzern, der vorwiegend Unterhaltungselektronik verkauft, auch anderes erwarten?

  5. Unterhaltungseletronik? Jede Elektronik. Oder unterhalten dich Waschmaschinen, Verteilersteckdosen, Haartrockner und Telefone? Vorwiegend ist auch Quatsch. Alles an Elektronik ist zu gebrauchen und dient nicht NUR dem Unterhaltungszweck, dazu zählen primär NUR Spielkonsolen und ihre Extras. Alles andere hat einen fundierten Zweck, der aber vom Kunden selbst zweckentfremdet bzw erweitert werden kann.
    Der Spot is gut, unterhaltsam und keiner wird gezwungen irgendwas zu kaufen. Bevor man soviel Müll vom Stapel lässt, ja,damit meine ich alle bisher geschriebenen Beiträge (Ruslan’s nur eingeschränkt), sollte man mal gucken,was der Konzern bisher geleistet hat und wie gefragt er ist. Und das alle die da kaufen irgendwie blöd oder Mitläufer wären ist ja wohl auch mal ein wenig übertrieben. Gibt genug autonome, intelligente Menschen, die dort kaufen und den Dienst eines Elektrofachmarkts zu schätzen wissen…

  6. GEIL IST GEIL
    ich war schon immer ein freund der tautologie – besonders wenn sie als erkenntnistheoretische methode eingesetzt wird: sie ist praktisch nicht widerlegbar 😉

  7. also ich weis nich was ihr hapt. ich find den spruch total gut weil er es so auf den punkt brinkt. Is doch geil da hinzugen. und aussadem isses da im winter immer schön warm und geile musik haben die da auch. ich ge da gern hin. Mann muss ja nich blod sein um da hinzugen. Da geb ich anna voll Recht ey. Da wierd voll keiner gezwungen was zu kaufen. ich kauf da auch nich. Abba nett sind die trotzdem da alle.

  8. Ach scheiße, das hab ich noch vagessen. ich wollte mich noch bei dir bedanken anna das du mich letzt nich rausgeschmissen hass wegen der cd. hab ich ja auch gleich wida zurückgelegt. echt nett von dir.

  9. Wie dumm ist eigentlich das Management und die Agentur? Wird für „geilheit“ geworben oder was? Werden nur elektronische Stimulatoren verkauft, ist es ok, aber in der Entscheiderebene merkt wohl keiner mehr wo der USP liegen sollte. Na, dann geilt mal schön weiter, Ihr Hirnis aus der Metro-Gruppe

  10. also ich kaufe da nicht mehr, wer sie soeine scheiss von einer werbefirma andrehen lässt kann nicht bei verstand sein und mit soeinem kann ich keine geschäfte machen.

  11. Nordmann, du bist doch nicht blöd, das ist nicht dumm, es wird für Gier geworben, Gier, Preisdrückerei, Ausbeutung wird in kleine Häppchen verpackt und Dir untergeschoben. Wir sind alle kleine Sünderlein …

  12. Raskolnukof | Dezember 29, 2011 um 23:43 |

    Geiz ist Geil
    oder:
    Der Unterschied zwischen dem Geiz-ist-Geil-Käufer und dem Qualitäts- und Preisbewussten Käufer.

    Immer wieder stelle ich fest, dass hier zwei Käuferschichten durcheinander gebracht werden. Für mich ist der typische Geiz ist Geil-Kunde derjenige, der eine Ware, die eine bestimmte Funktion erfüllen soll, zum allergünstigsten = billigsten Preis erwerben möchte. Dabei ist es ihm völlig Wurscht, unter welchen (un)menschlichen und gesundheitsschädigenden Bedingungen und für welchen Hungerlohn u.a. Kinder in fernöstlichen Fabriken beispielsweise Turnschuhe, Anzüge, Kinderspielzeug oder Kaffeemaschinen herstellen. Ökologische und Umweltaspekte werden ignoriert. Haltbarkeit? Egal. Hauptsache billig. Wenn die erstandene Ware dann irgendwann einen Defekt aufweist, wird sie einfach in den Müll geworfen und neu angeschafft. So einfach ist das.
    Diese Form des Konsumverhaltens, des Geiz um jeden Preis ist, so glaube ich, das, was landläufig unter der Geiz-ist-Geil Mentalität verstanden wird. Und dieses hirnlose Verbraucher- bzw. Konsumverhalten lehne auch ich ab.

    Dann gibt es da aber noch eine andere Käuferschicht, nämlich den Qualitäts- und preisbewussten Kunden, die sich sehr wohl Gedanken darüber macht, wie und unter welchen Bedingungen ein bestimmter Artikel hergestellt wurde. Zugleich legt dieser Kunde Wert auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit der Ware, weil er kein Freund von Wegschmeissprodukten ist. Das Einzige, was dieser Kunde mit dem Geiz-ist Geil-Kunden gemeinsam hat ist der Wunsch, besonders preisgünstig einzukaufen. Dabei kann es sich durchaus um hochwertige Artikel wie beispielsweise eine Leica-Kamera oder einer Omega-Uhr handeln.
    Wenn ich mir auch die beiden genannten Upper-Class Artikel nicht leisten kann, zähle ich mich zu dieser Käuferschicht. Als ich mir beispielsweise zu Weihnachten einen Blu-ray Player zulegte bin ich nicht gleich zu Aldi gelaufen, weil der so ein Gerät gerade zusammen mit Damenunterwäsche und Gummistiefeln zum Geizpreis anbot. Nein, ich habe zuvor etliche Testberichte gelesen, mich in Online-Foren informiert und mich dann für ein bestimmtes Gerät entschieden. Allerdings bin ich dann nicht in den nächsten „Geiz-ist-geil“-Markt (Media-Markt), Saturn oder Telepoint gegangen, um mir dort meinen Wunsch zu erfüllen. Warum? Weil ich keine Lust habe, riesige Einkaufsketten zu unterstützen, deren angelernte Billigarbeitskräfte mir die Hucke volllügen oder schlichtweg keine Ahnung von der Ware haben, vor der sie tagtäglich stehen oder es nur darauf abgesehen haben, bestimmte, mit Verkäuferprovisionen belegte Artikel an den oft ahnungslosen und dann falsch beratenen Kunden zu bringen. Selbst „erlebtes“ Beispiel in einem solchen Technik-Bunker: „Ich interessiere mich für den LED-Fernseher Typ xxx der Firma xxx“. Verkäufer: „Das Gerät haben wir nicht am Lager. Wir haben zu viele Ausfälle bei den Fernsehern von xxx gehabt, da haben wir die Geräte aus dem Programm genommen. Aber ich kann Ihnen da alternativ ein anderes Gerät zeigen, welches vom Bild und der Ausstattung her besser als das xxx-Gerät und zudem noch preisgünstiger ist“. Danke und Tschüss! Zwei Wochen später, ich traue meinen Augen nicht. Genau derselbe Techniktempel preist mein Wunschgerät im DIN A3-Format zum angeblichen Kampf-Geil-Sonstwaspreis an. Vor dem Preis ein durchkreuzter, angeblich „ehemaliger empfohlener Verkaufspreis“ der dem Kunden suggerieren soll, dass er das Gerät zu einem Preis erhält, der jede Kaufüberlegung überflüssig macht. Also wieder in den Markt. Ich gerate an denselben Verkäufer wie das letzte Mal. Der erkennt mich aber nicht wieder. Ich bekunde erneut mein Interesse an dem Gerät. Und was sagt mir der Verkäufer dieses Mal? „Ein Klasse Gerät mit bestem Bild, sehr guter und intuitiver Bedienung und besten Testergebnissen, dabei äußerst zuverlässig. Ist ja auch von Hersteller xx“. Über eine derartige Dreistigkeit bzw. Frechheit bin ich einfach nur platt! Was aber dann folgte, schlägt dem Fass den Boden aus: Obwohl ich eigentlich diesem Lügenbaron von Verkäufer in den Hintern hätte treten sollen entschied ich mich für den Kauf. „Eine gute Wahl“ tönte der Verkäufer, „dann werde ich das Gerät schnell einpacken“. Ich staunte nicht schlecht. Ich sollte zum Verkaufspreis aus dem Wochenprospekt des Ladens ein Vorführmodell erhalten, welches evtl. schon Monate Tag für Tag rund 11 Stunden durchgehend künstlich vorgealtert wurde. Auf meine Verblüffung meinte der Verkäufer: „Ja denken Sie, dass Sie für diesen geilen Preis ein original verpacktes Gerät bekommen? Sie können im Übrigen froh sein, ein Gerät aus der Vorführwand zu erhalten. Diese Geräte sind auf Herz und Nieren geprüft und ein Ausfall unwahrscheinlich, weil ein solcher in aller Regel innerhalb der ersten 14 Tage eintritt“.
    Das war´s nun aber endgültig. Ich verließ diesen Laden mit dem festen Entschluss, ihn nie im Leben wieder zu betreten. Allerdings habe ich noch einen fetten Beschwerdebrief an die Zentrale des geilen Geizers in Mülheim/Ruhr geschrieben, von wo mir daraufhin lapidar mitgeteilt wurde, den betreffenden Markt vor Ort zu „informieren“.

    Und noch etwas: Sind es die in den übergroßen Zeitungsbeilagen angepriesenen Super-Geiz-Geil-Schnäppchen tatsächlich wert, Hals über Kopf los zu jagen, um das Geschäft seines Lebens zu machen? Unsinn, kein Kaufmann hat etwas zu verschenken! Mit diesen Anzeigenkampagnen wird lediglich versucht, die Kundschaft für dumm zu verkaufen. Ärgerlicherweise (für die Händler) ist es so, dass einige Hersteller in ihren Produktprospekten oder auf ihren Webseiten den sogenannten „empfohlenen Verkaufspreis“ für ihre Produkte angeben. Für diesen Preis bekomme ich jedes Gerät in jedem kleinen Elektrogeschäft um die Ecke (sofern es das noch gibt). Aufgrund der Tatsache, dass im Hi-Tech-Bereich ca. aller sechs Monate ein Modellwechsel stattfindet, gehen diese empfohlenen Verkaufspreise meist sehr schnell in den Keller, d.h. der Hersteller geht mit diesen Preisen im nächsten Prospekt oder auf seiner Online-Seite oft drastisch runter. Schließlich müssen die auf Halde produzierten Geräte einer neuen Gerätegeneration weichen. Die vermeintlichen Billigheimer kaufen nun gern solche Restbestände oder noch in der Produktion befindliche Auslaufmodelle in Riesenstückzahlen auf und bilden damit in ihren Verkaufshäusern vermeintliche Schnäppchenberge. Dabei wird natürlich nie vergessen, zum Vergleich den gar nicht mehr aktuellen empfohlenen Verkaufspreis des Herstellers anzugeben. Das ist in meinen Augen Täuschung des Kunden, wenn nicht sogar Betrug. Saturn wurde von Verbraucherverbänden eben wegen dieser Kundentäuschung wiederholt abgemahnt. Ich selbst stolperte im Media-Markt über einer Berg Schnurlostelefone der Marke Panasonic, natürlich zum absoluten Blödpreis. Ein Blick auf die Webseite des Herstellers offenbarte jedoch, dass selbst der vom Hersteller empfohlene aktuelle Verkaufspreis 10,00 Euro unter diesem vermeintlichen Schnäppchenpreis lag. Die mit dieser Tatsache konfrontierte Verkäuferin war nicht auf den Kopf gefallen und zeigte mir einen Prospekt, der genau den Preis für das Telefon auswies, für welchen Media-Markt dieses Geräte gerade anbot. Ich wiederum erkannte, dass das Prospekt mehr als ein Jahr alt war und verwies auf die aktuellen Preise des Herstellers im Internet. Da wurde die Verkäuferin recht schnippisch und abweisend. Ein Nachschauen im Internet kam für sie nicht in Frage.

    Und jetzt meine allentscheidende Frage: Ist es verwerflich, wenn ich, wie auch viele andere Verbraucher, des gewöhnlichen Einzelhandels überdrüssig bin und Produkte nach Online-Preisvergleichen wie z.B. bei idealo.de bei Onlinehändlern mit gutem Ruf und Kundendienst erstehe? Amazon macht es vor: Der weltweit größte Online-Händler kann es sich nicht erlauben herumzuzicken. Lieferung innerhalb von zwei bis drei Tagen sind die Regel. Umtausch oder Rückgabe kein Problem. Den bereits geleisteten Verkaufspreis erhält der Kunde innerhalb wenige Tage nach kostenloser Rücksendung der Ware ohne Abzüge zurückerstattet, selbst wenn der Artikel ausgepackt und ausprobiert wurde. Dies wird dem Kunden allerdings auch durch das Fernabgabegesetz gesetzlich zugesichert. Klar gibt es auch in diesem Bereich schwarze Schafe. Aber wo gibt es die nicht?

    Ich jedenfalls lasse mir nicht vorwerfen, ein Geiz-ist-Geil Kunde zu sein. Ich finde es ehrlicher, bei einem Onlinehändler zu kaufen, der mich als Kunden nicht für blöd verkauft sondern mir einfach nur das ohne irgendeinen blödsinnigen Kommentar ins Haus schickt, was ich gerne haben möchte. Zudem bin ich nicht bereit, die ständig umworbene 0 Prozent Finanzierung für Leute ohne Geld auf der Naht mitzufinanzieren, die ja letztendlich in die Gesamtkalkulation der Blödheimer eingeht, ebenso wie das Betreiben der aufwendigen Verkaufspaläste und die Aufwendungen für ebenso blödes Personal.

    Ich hoffe, dass den Lesern meines Ergusses der Unterschied zwischen dem gedankenlosen Geiz-ist-Geil-Kunden und dem Qualitäts- und Preisbewussten Kunden, der sich nicht für dumm verkaufen lässt, klar geworden ist.

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