mod_pagespeed – kaum Nutzen für WordPress


Vor ein paar Tagen hatte Google das Modul mod_pagespeed vorgestellt, das unter Apache-Systemen die Geschwindigkeit der Webseitenauslieferung verbessern soll. Mittlerweile gibt es die ersten Tests von Nutzern und die Ergebnisse sehen leider nicht so positiv aus wie es ursprünglich verkündet wurde. Teilweise wird sogar davon berichtet, dass der Aufbau der Seiten durch das neue Modul verzögert wird. Die Autoren vermuten, dass die unterschiedlichen Ergebnisse mit der Serverkonfiguration zusammenhängen und auch damit was bereits an Optimierungsmaßnahmen durchgeführt wurde.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Test der Online-Solution-Group. Dort wurden explizit zwei WordPress-Systeme getestet und dazu ein osCommerce Shopsystem. Während bei osCommerce die Geschwindigkeit tatsächlich spürbar verbessert wurde gab es bei den WordPress-Systemen kaum eine Veränderung. Im Gegenteil, hier waren die Seiten nach dem Aktivieren des Moduls sogar geringfügig langsamer als vorher. Für WordPress gibt es allerdings bereits eine Reihe von Plugins die Caching und andere Funktionieren optimieren. Es ist also durchaus möglich, dass auch die Ergebnisse von WordPress-Installation zu WordPress-Installation unterschiedlich ausfallen können. Daher kann auch an dieser Stelle ein wenig Testen nicht verkehrt sein und ich würde mich dem Fazit von Markus anschließen:

Als Fazit kann man jedenfalls sagen, dass es nach momentanem Wissensstand durchaus einen Versuch wert ist. Wenn wie im Falle der OsCommerce-Website mit nur 15 Minuten Arbeit satte 44% Ladezeit eingespart werden können, ist das beeindruckend. Und wenn hingegen wie im Fall der beiden WordPress-Websites zumindest keine deutlich spürbare Verschlechterung eintritt, kann man es immerhin als kleine praktische Übung sehen und das Plugin sehr einfach wieder deaktivieren und deinstallieren.

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0.0/10 (0 Bewertungen abgegeben)

3 Kommentare zu "mod_pagespeed – kaum Nutzen für WordPress"

  1. >Für WordPress gibt es allerdings bereits eine Reihe von Plugins die Caching und andere Funktionieren optimieren.

    Genau. Ich nutze für mein WordPress Blog das Plugin WP Super Cache. Dies erstellt (auf Wunsch komprimierte) HTML Dateien und umgeht somit die für WordPress notwendigen und zeitraubenden Datenbabfragen und PHP Interpretationen. Bei aktiviertem Cache ist der Aufruf der Seiten beinahe flüssig. Gerade hier kann der Google Mod aber nicht so einfach eingreifen. Dieser beschränkt sich vor allem auf Kompression im Bereich Grafiken und HTML-Code. Vielleicht könnte man bei sehr Grafik lastigen WordPress Blogs Performance Vorteile merken. Andere Blogs sollten eher auf WP Super Cache und Co. vertrauen.

  2. jup, SuperCache bietet in der Hinsicht schon viele Möglichkeiten, ist allerdings auch auf serverseitige Unterstützung angewiesen. Falls die nicht gegeben ist wird das Caching nur auf einem Lowlevel ausgeführt. je nach Aktivierungsstatus des Plugins kann sich also auch das Testen lohnen.

  3. Wir haben das mod_pagespeed auch schon getestet. Das Ergebnis war leider sehr enttäuschend. Erst ging WordPress gar nicht mehr und dann waren die Ladezeiten, wie hier im Artikel beschrieben, tatsächlich länger als zuvor. Ich hoffe, dass Google hier weiter entwickelt und das Modul verbessert. Dann wird es evtl. noch interessant. Aktuell würde ich sagen: Finger weg von mod_pagespeed.

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*