6 Schritte zur Optimierung der Geschwindigkeit von WordPress


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6 Schritte zur Optimierung der Geschwindigkeit von WordPress, 10.0 out of 10 based on 3 ratings

6 Schritte zur Optimierung der Geschwindigkeit von WordPress – Website Performance ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für SEO und Benutzerfreundlichkeit. Gerade WordPress ist mittlerweile ein komplexes Content Management System mit umfangreichen Funktionen und unzähligen verfügbaren Plugins. Da passiert es schnell, dass die Geschwindigkeit auf der Strecke bleibt. Hier sind die wichtigsten sechs Faktoren, die, richtig eingesetzt, die Grundlage für eine schnelle WordPress Seite bilden.

Hosting

Das A und O einer schnellen Website ist das Hosting. Leider ist es vor dem Vertragsschluss relativ schwer abzuschätzen, wie performant ein bestimmter Anbieter und dessen Paket ist. Viele für die Performance relevanten Kennzahlen werden in den Angeboten leider oft nicht aufgeführt. Sofern möglich, sollte man auf folgende achten:

  • die Anzahl der Kunden, die sich einen Webserver teilen
  • der garantierte Arbeitsspeicher
  • der garantierte CPU-Zugriff
  • die Art des Festspeichers, z.B. SSD

Weiterhin sollte der geografische Ort des Servers zur Zielgruppe passen – es macht wenig Sinn, eine deutsche Website in den USA zu hosten.

Wer besonders hohe Ansprüche an sein WordPress-Hosting stellt und bereit ist, dafür etwas mehr Geld zu investieren, sollte spezialisierte, leistungsstarke WordPress-Hoster in Erwägung ziehen. Dazu zählen beispielsweise WPEngine (aus Großbritannien) oder Raidboxes (aus Deutschland). Die monatlichen Kosten sind zwar deutlich höher als für vergleichbare gewöhnliche Pakete, doch werden meist attraktive Zusatzfunktionen geboten: z.B. das Klonen der Seite auf eine Staging-Version per Mausklick sowie qualitativer Support, der sich mit WordPress weit besser auskennen dürfte als ein Support-Mitarbeiter bei einem allgemeinen Hoster.

 Caching

Caching ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel, den Seitenaufbau in WordPress zu beschleunigen. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Plugins, die diese Aufgabe zuverlässig übernehmen. Besonders mächtig ist das kostenlose W3 Total Cache, das Caching auf verschiedenen Ebenen (Seiten, Datenbankabfragen, Objekten) ermöglicht und individuell konfigurierbar ist.

Minify & Dateikomprimierung

Minify sorgt bei HTML, CSS und Javascript für das Zusammenfassen mehrerer Dateien zu einer einzigen und entfernt unnötige Leerzeichen. Durch das Erlauben von Dateikomprimierung, z.B. Gzip Compression, können alle Dateien einer Website (also HTML-Code, Bilder, Skripte, Schriftarten) komprimiert zwischen Webserver und Nutzer übertragen werden. Die Gesamtgröße der Dateien wird dadurch deutlich reduziert und dadurch auch die Ladezeit der Seite.

Bilder

Bilder machen oft einen erheblichen Teil der übertragenen Datenmenge aus und sollten daher besonders gut optimiert sein. Dazu gehört das Ausliefern in der richtigen Auflösung (für die Anzeige im Web reichen meist 72 dpi aus) sowie der richtigen Bildgröße. Idealerweise sollten Bilder immer nur so groß sein wie für ihre Anzeige auch tatsächlich erforderlich. Gut optimierte WordPress-Themes übernehmen die Anpassung und Auswahl der richtigen Bildgröße automatisch. In diesem Artikel  wird im Detail beschrieben, wie man Bilder in WordPress optimal hochlädt und verwaltet.

Für eine zusätzliche Optimierung empfiehlt sich die Verwendung eines Plugins wie EWWW Image Optimizer  oder WP Smush It.

 Eingebundene Skripte

Jedes eingebundene Skript kann sich auf die Ladezeit der Website auswirken. Dazu zählen beispielsweise das beliebte Facebook Page Plugin oder extern eingebundene Werbung. Jedes einzelne Feature sollte daher wohl überlegt sein und nur verwendet werden, wenn es auch wirklich sinnvoll und nützlich ist. Zudem sollte mit einem Plugin wie WP Deferred Javascript sichergestellt werden, dass alle Skripte verzögert geladen werden.

CDN

Insbesondere für Seiten mit großen Dateimengen (z.B. durch viele Bilder) oder einer geografisch sehr großen Zielgruppe (z.B. europaweit oder sogar weltweit) kann die Verwendung eines Content Delivery Networks sinnvoll sein. Dadurch werden Dateien den Website-Besuchern stets von einem nahegelegenen, gut erreichbaren Server ausgeliefert statt nur von einem bestimmten.

Ein beliebtes CDN ist beispielsweise Cloudflare.

Fazit

WordPress Performance-Optimierung lässt sich durch die Beachtung der hier aufgezählten Faktoren relativ leicht erreichen. Insbesondere die ersten vier Punkte Hosting, Caching, Minify und Bildoptimierung sollte jeder Seitenbetreiber kennen und gezielt einsetzen. Einmal eingerichtet entfalten diese Maßnahmen langfristig ihre Wirkung und man kann sich als Seitenbetreiber wieder ganz den eigentlichen Inhalten widmen. Alle paar Monate lohnt es sich dennoch, den eigenen Website Speed zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Diese Anpassung muss man im Übrigen nicht selbst vornehmen. Professionelle Agenturen  bieten diese Leistungen für WordPress in der Regel ebenfalls an.

Über mich:

michelleMichelle Retzlaff hat Informatik studiert und einige Jahre als Software-Entwicklern gearbeitet. Mit ihrem HootProof unterstützt sie Unternehmer bei der Nutzung & Optimierung von WordPress.

 

 

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9 Kommentare zu "6 Schritte zur Optimierung der Geschwindigkeit von WordPress"

  1. Hi Michelle, vielen Dank für deine positive Erwähnung von RAIDBOXES in deinem Blogartikel. Wir freuen uns dich mit unserem Premium WordPress Hosting aus Deutschland zu überzeugen! Viele Grüße, Torben & Team

  2. Cooler Artikel. Vielen Dank für die Zusammenfassung der einzelnen Punkte. Wir werden das beim nächsten Worpress Projekt berücksichtigen. Beste Grüße, Ibrahim Argun

  3. Für mich hat sich die Kombination Yoast SEO & Amazon Cloudfront als CDN-Server als beste Lösung herausgestellt um die Ladezeiten der Website spürbar zu verkürzen. Gerade meine Hochzeitsfotografie Website mit vielen hochaufgelösten Fotos konnte davon sehr profitieren.

  4. Dein Beitrag hat mir geholfen meine Seite zu verbessern.
    Vielen Dank, mach weiter so.

    LG Tatjana

  5. @Tatjana und @Ibo: Schön, dass euch mein Beitrag geholfen hat. Wenn ihr noch weitere Fragen dazu habt, könnt ihr euch auch gerne bei mir melden.

  6. Mir wurde damals ein amerikanischer Hoster empfohlen, macht natürlich eigentlich wenig Sinn, das wußte ich damals aber nicht. Dennoch bin ich dort aber sehr zufrieden, habe einiges an optimierenden plugins, die im Artikel auch erwähnt werden im Einsatz und so lädt die Seite laut gtmetrix ganz gut…

  7. Cooler Artikel

  8. Cooler Artikel. Vielen Dank für die Zusammenfassung der einzelnen Punkte. Wir werden das beim nächsten Worpress Projekt berücksichtigen. Beste Grüße, Ibrahim Argun

  9. Internetten para kazanma - Muhammet Yildirim | Mai 19, 2016 um 16:52 |

    Vielen Dank für den Beitrag Michelle. Ich habe ein paar Fragen:
    1) Ich benutze als Hoster Checkdomain und als Theme OptimizePress. Alles schön und gut allerdings habe ich mal mein PageSpeed getestet und der ist SEHR schlecht ausgefallen (5 von 100). Könntest Du mir eventuell weiter helfen? Das wäre sehr nett von dir.

    Viele Grüße,

    Muhammet Yildirim

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