Otto.de mit neuem Provisionsmodell


Otto.de mit neuem Provisionsmodell, 9.0 out of 10 based on 1 rating

Otto.de hat für das eigene Partnerprogramm ein neues Provisionsmodell angekündigt, welches ab 1.Juli das bisherige Modell ersetzen soll. Unter anderem gibt es jetzt im Grundsegment 10 Euro pro valider Bestellung. Als valide gilt eine Bestellung dann wenn mindestens 1 Artikel nicht vom Kunden zurückgeschickt wird. Für Premiumpartner gibt es zudem noch eine prozentuale Vergütung in Höhe von 3 Prozent des Warenkorbes zusätzlich zu den 10 Euro pro Bestellung.

Das alles wäre allein nicht wirklich interessant, wenn es da nicht die dritte Gruppe von Vergütungen gäbe (Specialsegment). Diese ist speziell für Partner reserviert die mit Gutscheinen arbeiten. Otto.de definiert dies so:

Dieses Segment gilt ausschließlich für Betreiber von Gutschein-, Bonus-,
oder Cashbackseiten sowie Websitebetreibern, die in ihrer Kernfunktion/-Aussage weitere Vertriebshebel aktiv ausloben.

In diesem Segment gibt es zwar 6 Prozent Vergütung vom Nettoumsatz, die fixe Provision pro Bestellung entfällt also. Stattdessen gibt es 10 Euro für eine Neukunden-Bestellung:

Specialsegment:

6 % vom Nettoumsatz zuzüglich 10 EUR fix für eine valide Neukundenbestellung.

Otto.de reagiert damit also auch auf die Gutscheinseiten. Anders als Dress 4 Less zwingt man die Partner aber nicht bestimmte Marketingmethoden zu unterlassen sondern strukturiert die Vergütung einfach um. Das dürfte sicher auch einigen Partner aus diesem Bereich nicht gefallen, denn mit dem normalen Vergütungsmodell würden sie zumindest bis 166 Euro mehr bekommen, ist aber in meinen Augen deutlich weniger einschneidend als das Vorgehen von Dress for Less. Insgesamt sieht es aber so aus als würden mehr und mehr Partnerprogramme Gutschein-Affiliates an den Kragen wollen. Allein die Einstufung als „Special“ – kannte man vorher nur von XXX, Forced Klicks oder Lose-Seiten – zeigt, das die Luft dünner wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt ob auch andere PPs da reagieren werden.

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Bewertung: 9.0/10 (1 Bewertung abgegeben)

5 Kommentare zu "Otto.de mit neuem Provisionsmodell"

  1. Wie kommst Du denn auf die 166 Euro? Bisher haben die Top-Affs 8 Euro + 5 Euro/Neukunde erhalten. Bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 140 Euro wären die Gutschein-Affs equal, hätten jedoch 10 statt 5 Euro/Neukunden (und da viele Gutscheinaktionen auf Neukundengewinnung ausgelegt sind, ist das kein unwesentlicher Bestandteil).

    Die Frage ist natürlich, wie hoch der durchschnittliche Warenkorb und die Stornoquote sind. Lt. Angaben bei Affilinet beträgt der Netto-Warenkorb bei Neckermann 125 Euro – und die Stornoquote ist sicher deutlich zweistellig (allerdings bin ich mir nicht sicher, was bei neckermann genau als Storno zählt).

    Ganz ehrlich finde ich die Provisionsumstellung von Tchibo gestern viel heftiger – von 5 auf 2 Euro für Gutschein-Affs. Denke, da gibt es ordentlichen Gesprächsbedarf mit den Key-Accountern 😉

  2. Bei tchibo habe ich noch gar nicht reingeschaut 🙂

    Für die Zahl habe ich einfach mal die 10 Euro pro Bestellung bei den im normalen Segment mit den 6% bei den Special verglichen: ab 166 Euro würde man da auch etwa die 10 Euro bekommen. Alles was darunter fiele wäre dann also ein Verlust im Vergleich zum normalen Segment (wenn es kein Neukunde ist).

  3. Achtung: Otto storniert seit Juni ca. 30% aller Sales bereits nach wenigen Tagen.
    Zudem liegt der Netto-Warenkorb eher bei 100-120 Euro.
    Unter diesen Umständen fällt das Provisionsmodell weit hinter den Modellen andere Versandhäuser zurück und wird für Affiliates nur noch 3. Wahl.
    Tom

  4. Ich weiss gar nicht, ist das immer noch so?
    Ich meine nur, als Affiliate suche ich mir doch dann den besten / die besten Anbieter raus. Und somit schiesst sich Otto dann doch einfach seleber aus dem Rennen, oder sehe ich das falsch?!

  5. Lohnt sich es heute noch Otto Gutscheinaffilliate zu werden? Nachdem was ich gelesen hab wohl eher nicht, oder sind sie den Affilliates mittlerweile wieder etwas entgegengekommen?

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