Gefährliche GMail-Accounts?


Im Forum von Abakus wird derzeit über ein neues Gerücht debattiert und wieder einmal steht Google im Mittelpunkt. Kernpunkt ist die Aussage bzw. Frage inweiweit Google Gmail-Konten überwacht um problematische Linktäusche aufzuspüren.

Würde dies tatsächlich gemacht wäre es natürlich gefährlich, Linktauschanfragen oder auch Linkkaufanfragen über Gmail-Accounts abzuwickeln, denn Google hätte dann direkten Zugriff darauf. Und bereits jetzt werden Email automatisch über die Adsense-Systematik nach Inhalten durchsucht um themenrelevante Werbung einblenden zu können.

Ich persönlich halte Gmail-Accounts durchaus für gefährlich, allerdings aus einem anderen Grund. Ein Großteil des Spamaufkommens in meinen Kommentaren und in den SB-Diensten wie unorganized kommt von Gmail-Accounts. Ich hatte sogar schon darüber nachgedacht, ein Plugin zu bauen, dass Gmail-Adressen automatisch als Spam taggt und die entsprechenden Beiträge/Kommentare entfernt. Darüber hinaus würde ich aber die Gefahr, dass Google mitliest eher als gering einstufen.

Es gehört imho aber mit zur informellen Selbstbestimmung, dass man in solchen Bereichen darauf achtet, dass einzelne Anbieter nicht zu viele Daten bekommen. Daher wickle ich persönlich den Mailverkehr entweder über die Serveradressen meiner Seiten ab oder nutzen dafür deutsche Freemail-Anbieter wie GMX oder Web.de. Inwieweit das hilft? letztendlich muss man sich darauf verlassen, dass der Emailanbieter keinen Unsinn mit dem Account macht. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Entsprechend findet sich als Schlusswort in dem GMail-FAQ auch folgende Warnung:

Sagen wir es ganz klar: Es gibt einige Probleme beim E-Mail-Datenschutz und die meisten dieser Probleme bestehen bei allen E-Mail-Anbietern. Das Hauptproblem ist, dass die Inhalte Ihrer Nachrichten über einen gewissen Zeitraum auf Mailservern gespeichert werden. Es besteht immer die Gefahr, dass auf diese Nachrichten zugegriffen wird und diese zu Ihrem Schaden genutzt werden, wie z. B. bei Missbrauch Ihrer Daten durch Regierungen und auch durch Ihren E-Mail-Anbieter.

Wer es genau wissen will, kann es ja mal testen: GMail-Account einrichten und ein paar Linktauschanfragen und Linkverkäufe darüber organisieren. Dann die betroffene Seite beobachten und schauen was passiert. Muss ja nicht die eigene Seite sein … *

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* Liebe Kinder, das ist KEINE Aufforderung zur Deoptimierung von Webseiten. So etwas tun nur böse, böse BlackHat SEOs, auf die irgendwann die Hölle samt Linktauschverhandlungen in alle Ewigkeit wartet.

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6 Kommentare zu "Gefährliche GMail-Accounts?"

  1. Definitiv sollte man solche Anfragen nicht über Gmail senden. Sicher ist sicher – etwas mehr Paranoia ist im Web oftmals besser als zuwenig.

  2. Das wird nicht nur bei Abacus Diskutiert, ich schwinge da geschlagene 18 Monate auch meine monatlichen Standpauken auf ecombase.de.

    Google ist ein WIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN und die haben nur aus einem Grund was gegen SEO und Manipulationen der Serps, die wollen das ganz gerne alleine machen.

    Die „Spielchen“ erinnern ein wenig an Microschuft, die haben auch 90% der Entwicklungskosten in schmutzige Tricks gesteckt statt man die Preise zu senken. Google geht da auch den verschlimmbesserungs neuer Algorythmus jetzt wird alles noch viel besser Weg, der letztlich eigentlich immer nur eine Änderung der Spielregeln nach sich zieht.

    Ich habe da „rein zufällig“ einen kleinen Artikel zu der Sachlage auf der SEO Pfanne.

    ecombase.de/seo-suchmaschinenoptimierung-die-luegen.php
    Seite 2/3, gehe ich da mal „bischen“ ran ans Eingemachte.

  3. Nachtrag. GMAIL. Eebenso wie die Webmaster Tools sollte man alles tun, ausser Google Daten in die Hand zu spielen. Es gibt keinen logischen Grund zentral nur Google Dienste zu benutzen.

    Bez. eMails Auswerten und Überwachen.

    Kleine Gegenfrage.: In der Wand zur Damenumkleide ist nen Loch.
    Wer guckt nicht ? ( mal unabhängig von Moral und Anstand )

    Und google hat „von Hause“ aus teils recht interessante Features und Ansichten. Frei nach dem Motto, Entschldigen kann man sich ja später immer noch.

    Als Eigenheim Besitzer macht es übrigens richtig Laune, den Prozessen gegen jede Art noch Nachtarbeitern ( Nachtschlossern ) zu Lauschen, die haben erst kürzlich bei der Verhaftung gesagt.: Man recherchiere „zu Hause“ über Google Street View und besuche dann gezielt die „Kunden“.

    Auch logisch. Sehen die Lümmels doch auch gleich wie der Altersdurchschnitt ist, die An und Abfahrtswege, jede Polizeidienststelle ist auf Google Maps markiert, Bevölkerungszahlen pp.

    Mit Streetview sieht man das „Objekt der Begierde“ mit Statistiken und Schufa Daten sieht man auch noch, ob in der Ecke vornehmlich besser sittuiere Leben usw.

    Google kann für den Einzelnen auch ungeahnte neue Features bereit halten von denen wir heute nicht Mal zu Träuemn wagen.

  4. Hat jemand schon den Versuch gemacht und Linkfragen über Gmail gesendet und sich dann die Webseiten nach dem Linktausch angeschaut.
    Ich glaube nicht, dass Google sich diese Arbeit wirklich machen wird. Es gibt doch genug andere Faktoren einen Linkkauf zu erkenne.

  5. Wie soll Google da auch vorgehen? Nur weil ein Account-X etwas von Linktausch/kauf über Seite Y in ner Mail schreibt, wird die Seite abgewertet? Der Gmail-Account muss ja nicht zwingend dem Seitenbetreiber gehören. Zudem wäre ein Automatismus nur schwer umzusetzen.

  6. Interrasant … ich das erklärt mir jetzt warum google meine seite anfang des jahres ganz abruppt abgewertet hat.

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