Frames von Yigg, Webnews und Co – ich breche aus


Die Unsitte, Seiten nicht mehr direkt aufzurufen sondern sie in einem Frame (Toolbar) zu öffnen, greift derzeit im Bereich der Social News Portale um sich. Die Links führen dabei nicht mehr zu den Content Seiten sondern auf eine Unterseite des betreffenden Portals auf der die Contentseite als Frame geöffnet wird. Angefangen mit dieser Toolbar hat Digg, mittlerweile nutzen im deutschen Bereich Yigg und Webnews ebenfalls solche Frames.

Abgesehen von der rechtlichen Problematik (immerhin wird hier eine komplette fremde Seite als eigener Content genutzt) hat dieses Vorgehen der Portale einige unangenehme Nebenwirkungen.

So geht jedem Webmaster die Kontrolle über seine Inhalte verloren. Niemand kann garantieren, dass eines der Portale nicht zum Beispiel einen Werbelayer über den Content legt – der dann natürlich vom Nutzer der Contentseite zugeordnet würde. Bookmarks und eventuelle Backlinks würden nur noch auf die Unterseite des Portals zeigen und nicht mehr auf die eigentliche Seite. Bei einigen Webmastern gibt es zudem Probleme mit der Auffindbarkeit der zugrundeliegenden Seiten. Zwar arbeiten hier die Portale mit Gegenmaßnahmen (Yigg sperrt die Toolbar per robots.txt, Webnews per noindex), es scheint aber gerade bei kleineren Blog nicht immer zu 100 Prozent zu funktionieren.

Um aus solche Frame-Systemen auszubrechen gibt es ein einfaches Verfahren. Sogenannte Framebuster prüfen, ob die eigene Seite auf der obersten Ebene des Fenster geöffnet ist und verschieben – falls sie es nicht sein sollte – die Seite auf die oberste Ebene. Eine Frame wird dabei dann einfach durch den Hauptcontent ersetzt. Ein kleines Snippet (das ich zuletzt im Jahr 2005 einsetzen gegen einige Proxyserver mußte)

if ( top.location != location )
	top.location.href = document.location.href;

Grundlage dafür ist natürlich, dass der User Javascript aktiviert hat, sonst kann das Snippet auch nicht funktionieren. Für WordPress User gibt es bei Texto eine erweiterte Version, die auch prüft, ob es sich um einen eingeloggten User handelt. Das ist notwendig, weil WordPress intern auch mit Frames arbeitet, die man natürlich auch mit stören würde.

<!--framebuster-->
<?php  if (!is_user_logged_in()){ ?>
<script type="text/javascript">
if ( top.location != location )
	top.location.href = document.location.href;
</script><?php } ?>
<!-- end frame buster -->

Daneben gibt es mittlerweile für WordPress Nutzer eine ganze Reihe von Plugins die genau das selbe machen. Als Beispiel sei hier das No Frames Plugin genannt.

Hier im Blog habe ich die Version von Texto im Einsatz, weil ich ungern noch weitere Plugins installiere wenn es auch einfach per Code geht. Allerdings funktioniert die Plugin-Version ebensogut.

Als kleiner Zusatz bricht man damit auch aus dem Frame der Google Bildersuche aus.

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3 Kommentare zu "Frames von Yigg, Webnews und Co – ich breche aus"

  1. Danke für den Tipp! Das war mir bisher gar nicht bewusst!

  2. Gerade bei den Sprachen denke ich ist der Anteil der Nutzer zu vernachlässigen und wiegt den Vorteil die Besucher auf die eigenen Seiten zu bekommen statt bei den Newsportalen zu belassen nicht auf.

  3. Mittlerweile nehmen sich die Portale sowieso viel raus und das Yigg damals nicht untergegangen ist nach dem „gelungenen“ Design Relaunch ist echt bemerkenswert. Mit den Frames denke ich aber, das die wieder mal einem falschen Trend aus den USA folgen.

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