WordPress – Weiterentwicklung


Ich bin heute morgen auf folgenden Beitrag bei mactv gestoßen, der mir sehr vertraut erschien, denn ein Großteil der Probleme kenne ich auch von eigenen WordPress Systemen. Speicherprobleme, aufgeblähte Datenbanken – viel davon kommt über Plugins aber einiges auch direkt über den Core. Aus diesem Grund habe ich mir die Frage gestellt ob WordPress für meine Zwecke noch das beste System ist oder ob es eventuell Zeit ist, auf andere Systeme umzusteigen.

Mein Wechsel zu WordPress ist schon einige Jahre her (<Wordpress 2.0) und erfolgte an sich in erster Linie weil WordPress damals ein schlankes und einfaches System war im Vergleich zu anderen CMS wie Joomla, phpNuke oder Typo3. Mich hat bei anderen CMS immer gestört, dass ich 20 Megabyte Daten auf dem Server habe, von denen ich aber nur 2 MB wirklich brauche und mich dann immer frage, was der Rest wohl in der Zeit macht in der er ungenutzt herumliegt.

Leider hat sich WordPress mit den letzten Versionen deutlich aufgebläht. Von schlank kann im Zusammenhang mit dem Backend und den Javascript und AJAX-Orgien kaum mehr die Rede sein. Ein Grund für WordPress waren auch die geringen Hardware-Anforderungen – die haben sich mittlerweile schon fast erledigt. Mit shared-Hosting und selbst kleinen vServern sind Blogs mit um die 100 Besuchern am Tag kaum noch zu betreiben.

Dazu habe ich das Gefühl dass mit dem Umfang und der Komplexität der WordPress-Installation auch die Fehleranfälligkeit steigt. Irgendwie logisch – mehr Zeilen Code bieten auch eine größere Angriffsfläche. Die aufgetretenen Bugs (z.B. in Version 2.8 waren zwar relativ leicht gefixt -nervig waren sie aber trotzdem).

Die Diskussion (auch hier in Jena beim Barcamp) um eine WordPress Light Version habe ich daher mit Spannung verfolgt, allerdings hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass diese Idee bei Matt extreme Begeisterung hervorrief. Insofern scheint es mir nur logisch dass in dieser Richtung bislang auch kaum etwas passiert ist.

Letzendlich habe ich die Befürchtung, dass auch in Zukunft ein neues Feature nach dem anderen im Core implementiert wird ohne Rücksicht darauf, ob es wirklich für alle User sinnvoll ist und nicht eventuell in einem Plugin besser aufgehoben wäre. Schade wäre es, denn umfangreiche CMS gibt es auf dem Markt an sich genug. Einfache dagegen eher wenig …

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4 Kommentare zu "WordPress – Weiterentwicklung"

  1. Das stimmt, WP ist wirklich extrem langsam geworden. Eine Light Version wäre echt klasse. Ich könnte problemlos auf den ganzen AJAX Kram verzichten.

    P.S.: Hast einen interessanten Buchstabendreher in der 3. Zeile hinbekommen. 😉

  2. Hallo zusammen,

    die Geschwindigkeit einer Seite hängt „auch ein wenig“ von der jeweiligen Server-Performance ab. Das sollte bitte berücksichtigt werden.

    lG
    Lutz

  3. Bis ne Liteversion kommt wird WordPress erstmal richtig aufgeblasen.
    Mit der Version WordPress 2.9 kommt dann auch ein Papierkorb.

    http://blog.wordpress-deutschland.org/2009/08/11/der-wordpress-papierkorb-kommt.html

    HURRA!

  4. Hallo zusammen,

    selbst auf die Gefahr hin, dass mich manche lynchen möchten kann ich nur sagen, dass es niemandem etwas nützt eine Super-Geile-Technik zu besitzen, wenn das Blog Null Info-Output hat und ein einem Satz 5 Fehler vorkommen.

    Da macht Lesen kein Spaß, das ist Murks… gemeint sei nicht dieses Blog, aber unzählige andere…

    lG
    Lutz

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