Ebay mit Paypal-Zwang

Die Neuerung, die Ebay ab 25.Februar einführt liest sich kurz und knackig, hat aber weitreichende Auswirkungen:

Ab dem 25. Februar 2010 können Sie als Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten nur dann Artikel einstellen, wenn Sie PayPal als Zahlungsmethode anbieten. Natürlich können Sie zusätzlich zu PayPal noch weitere Zahlungsmethoden, z. B. Überweisung, anbieten.

Neue Verkäufer können also nur noch verkaufen, wenn sie gleichzeitig den Ebay-Bezahldienst Paypal nutzen. Es sind zwar auch andere Bezahlmethoden noch möglich, aber Paypal muss zwingend als Zahlungsoption genutzt werden. Die Reaktionen insbesondere der kleineren Händler sind dazu natürlich eher negative, mittlerweile hat es das Thema sogar bis in die Sueddeutsche geschafft. Vor dem Hintergrund, dass Paypal natürlich auch Gebühren für den Bezahldienst erhebt ist das Ganze durchaus zu hinterfragen. Zwar ist eine Anmeldung bei Paypal kostenlos, für jede Zahlung die man aus Deutschland und der EU erhält fallen aber an

  • 1,9 Prozent des Betrages
  • 35 Cent fest pro Zahlungsvorgang

Für eine gewonnene 1 Euro Auktion entstehen dem Käufer neben den Kosten für die Auktion auch mindestens 37 Cent Kosten bei Paypal.

Für Ebay und Paypal ist die Koppelung natürlich sinnvoll – man nutzt die Marktstellung von Ebay um mehr Kunden für den Paypal Bezahldienst zu bekommen. Ein Mehr an Sicherheit entsteht dabei nicht wirklich, denn es lassen sich ja neben Paypal auch zusätzliche Bezahlmethoden einstellen, die keine Rückzahlsicherheiten anbieten.

Zum Thema Ebay gab es gestern auch noch einen interessante Beitrag auf Abakus. Wer nicht als Händler sondern als Affiliate beim Ebay Partnerprogramm aktiv ist, sollte prüfen, ob er eventuell Post von Ebay bekommen hat. man scheint dort jetzt verstärkt gegen eventuelle Regelverstöße vorzugehen und lässt den Partnern nur 72 Stunden Frist Mängel oder Verstöße zu beseitigen.

14 Kommentare zu "Ebay mit Paypal-Zwang"

  1. Die meisten EBay Nutzer die ich kenne kaufen sowieso grundsätzlich nur noch bei Verkäufern, die PayPal anbieten. Bzw. auf der Gegenseite bieten auch praktisch alle Verkäufer PayPal an. Geht einfach schneller, und weckt zumindest die Illusion einer höheren Sicherheit.

  2. Hmm stehe icha uf dem Schlauch oder habe ich etwas überlesen? Die Nutzung von PayPal bei ebay Auktionen war doch bis jetzt immer kostenlos. Sowohl für Käufer als auch für Verkäufer. Wird das damit auch geändert? Das wäre bei der Provisionspolitik die die da derzeit abziehen echt ein Skandal. eBay war echt mal einfach und cool, doch das ändert sich ja immer mehr ins negative.

  3. Auf der Seite von Ebay bleibt die Nutzung auch kostenlos aber Paypal hat natürlich für Transaktionen eine Gebührentabelle.

  4. Und damit scheidet Ebay bei den nächsten Privatverkäufen aus. PayPal ist definitiv für mich Schrott.
    Ich hatte da vor Jahren ein Konto für einen Onlineshop. Nachdem es einmal richtig gut lief hat PayPal aus Willkür das Konto eingefroren und behauptet, da würde etwas nicht stimmen weil gegenüber vergangenen Monaten die Zahlungseingänge unverhältnismässig höher wären. Ich habe alle Beweise an PayPal geliefert aber trotzdem musste ich über 3 Jahre mit PayPal streiten, bis ich mein Geld da raus bekommen habe. Und nicht nur mir ging es so, das Netz ist voll von ähnlichen Geschichten. PayPal ist vor allem sehr gut bei den Ausreden, nicht auszahlen zu müssen.

  5. die gebühren auf ebay und bei paypal sind eh eine frechheit. und dann noch der zwang, dass sie doppelt kassieren. gehts noch?
    ich habenie und werde nie diese bezhalvariante anbieten.
    die sollen mal lieber schauen, dass paypal in anderen bereichen nicht an boden verliert. paysafecard, cash-ticket udn wie die alle heißen sind ja auch keine unattraktiven bezahlmethoden..

  6. @Marko : Unter dem Strich kannst Du alle diese Dienstleister in die Tonne treten. Wo ist einer dieser Dienste, egal wie er sich schimpft, einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen oder wo nimmt sich eine Aufsichtsbehörde diesen Diensten an ? Das sind alles „E-Geld-Institute“ die im Endeffekt schalten und walten wie sie wollen. Das Einzige was taugt sind unsere klassischen Geldinstitute wie Sparkassen, Volksbanken etc.

    Fazit ist, Du hast egal bei welchem Dienst schneller Dein Konto eingefroren als Du piep sagen kannst. In diesem Zusammenhang ist das auch vielen Nutzern von Moneybookers und Egold so ergangen. Einfach Finger weg und gut ist.

    Wen es interessiert wie PayPal Willkür walten lässt, der Pingback oben ist von mir, da habe ich meine Geschichte mit PayPal niedergeschrieben, falls das einer gern lesen will.

  7. Ehrlich gesagt, ist es meiner Ansicht nach von Ebay nur vorgeschoben, damit den Kauf bei neuen Mitgliedern sicherer zu gestalten. Das größte Problem an der Sache finde ist, dass ich PayPal überhaupt nicht sicher finde. Sobald jemand das Passwort über den Account hat, kann er so gut wie über die Konten verfügen, die an das PayPal Konto angeschlossen sind.

  8. @ Alex: Würde ich nicht so sehen, hinter manchem dieser Dienste stehen auch Banken und manche gewinnen auch Preise! Nicht alles Schrott, aber ich will halt auf jeden Fall als Käufer wie auch als Verkäufer meine Wahl haben – ich finde das eine absolute Monopolisierung die Ebay da betreibt – vor allem gegenüber den privaten Verkäufern ne Frechheit!

  9. naja alex, ganz so ist es ja nicht. bei diesen „diensten“ hast du kein konto, in der hinsicht kann da also nichts passieren.
    aber zur sicherheit von unseren sparkassen muss ich dir leider sagen, dass die alles andere als sicher sind. wenn jemand an deine daten will, bekommt er sie auch..
    letztens erst einen bericht auf 3sat (also keiner dieser tratsch-sender) gesehen. die haben einen gezeigt, der seit 10 jahren banke auf sicherheit prüft…erschreckend…

  10. Cash im Internet bezahlen, ist einfach die sicherste Alternative.

  11. Gerade bei Vorkasse übers Internet ist das Mißbrauchsrisiko sehr hoch 🙁

  12. Ich habe gehört, dass Paypal nicht sicher sein soll. meine Kreditkartendaten will ich dort nicht bekanntgeben. So habe ich mich dort mit der Prepaid KK Yuna angemeldet, um das Risiko zu verkleinern.

  13. Deine Yuna Kartendaten gibst dort aber schon an, daran kommst nicht vorbei. Wenn man aber auf der Seite von Yuna schaut, steht dort, dass kein Bankkonto nötig ist. <Du gibst also nicht alle deine Finanzdaten preis, sondern nur die deiner prepaid.

  14. Wie ich finde hat der Ebay-Marktplatz mächtig nachgelassen viel zu kommerziell geworden für den Privatverkäufer kaum noch interessant. Die alten Verkäufer vergrault man immer höheren Gebühren und den neuen legt man mit dem Paypal Zwang Steine in den Weg. Ich als Mac-User war bisher gezwungen Verkaufstools welche nicht ganz billig waren zu kaufen, die neue Version habe ich gar nicht mehr gekauft – es gibt genug alternativen.

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